Am 1. September 2025 gingen in Frankfurt zahlreiche Menschen anlässlich des Antikriegstags auf die Straße. Die Auftaktkundgebung begann um 18 Uhr an der Gallusanlage, anschließend zog der Demonstrationszug durch die Innenstadt und endete an der Hauptwache. Der Protest verlief friedlich, es kam zu keinen Festnahmen, das Polizeiaufgebot blieb überschaubar.
Das Aktionsbündnis Frankfurt kritisierte in ihrer Rede die Bundesregierung scharf: „Während Deutschland aufrüstet und Milliarden für neue Kriege mobilisiert werden, verrotten unsere Krankenhäuser, unsere Schulen, unsere Stadtteile.“ Man wolle nicht länger „mit unserer Arbeit, unserem Leben und unserer Zukunft für ihre Kriege“ zahlen. Zudem warf das Bündnis Berlin „imperialistische Komplizenschaft“ vor – etwa durch Waffenlieferungen an die Türkei, Israel oder die Ukraine.
Auf Transparenten standen Parolen wie „Krieg dem Krieg“ oder „Stoppt das Morden für Profite“. Auch Palästina-Flaggen waren sichtbar. Die Redner*innen verbanden ihre Kritik an Aufrüstung und Wehrpflicht mit einer Warnung vor einem gesellschaftlichen Rechtsruck: „Faschismus und Militarismus sind zwei Seiten derselben Medaille. Die AfD, der III. Weg und rechte Kameradschaften nutzen die Ängste vor Krieg, um Hass zu schüren.“
Kritisch thematisiert wurde auch der Polizeieinsatz bei der Antikriegsdemo in Köln wenige Tage zuvor. Dort hatte die Polizei nach eigenen Angaben Schlagstöcke und Reizgas eingesetzt, 13 Beamte und rund 150 Demonstrierende wurden verletzt. Bei der heutigen Kundgebung in Frankfurt wurde dieser Vorfall als Beispiel für zunehmende Repressionen gewertet. [2]
Die Veranstalter forderten den sofortigen Stopp aller Waffenlieferungen, die Auflösung des „Sondervermögens“ für die Bundeswehr und die Investition der Milliarden in soziale Bereiche. Der Antikriegstag sei, so das Bündnis, ein „Kampftag gegen Krieg, Faschismus und Ausbeutung“.
Quellen:
Eigene Beobachtungen
[1] https://www.instagram.com/p/DNnMG25MQuI/
[2] https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/protestmarsch-rheinmetall-entwaffnen-100.html

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