Am 20. Januar gingen in Frankfurt am Main über 5.000 Menschen auf die Straße, um gegen die aktuellen Angriffe auf Nord- und Ostsyrien zu protestieren und ihre Solidarität mit der dortigen Bevölkerung zu zeigen. Im Mittelpunkt der Demonstration stand das anhaltende Leid der Zivilbevölkerung, die seit Jahren unter Krieg, Vertreibung, Armut und politischer Gewalt leidet.

Der Demonstrationszug begann am Frankfurter Hauptbahnhof und führte durch die Innenstadt bis zum Römer. Die Demonstration wurde von einem großen Polizeiaufgebot begleitet. Während des Aufzugs kam es vereinzelt zum Zünden von Böllern. Inhaltlich richtete sich der Protest gegen militärische Angriffe auf die demokratische Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien sowie gegen die fortgesetzte Unterdrückung kurdischer Selbstbestimmungsbestrebungen in Syrien und im weiteren Kurdistan.

Thematisiert wurde zudem die humanitäre Lage in Syrien insgesamt. Millionen Menschen sind auf der Flucht oder leben unter prekären Bedingungen, viele Regionen sind durch jahrelange Kämpfe zerstört. Besonders in kurdisch geprägten Gebieten Syriens und Kurdistans ist die Bevölkerung seit Jahrzehnten Repression, militärischer Gewalt und politischer Entrechtung ausgesetzt. Die aktuellen Eskalationen verschärfen diese Situation weiter.

Nach dem offiziellen Ende der Kundgebung am Römer setzte sich eine größere Gruppe erneut in Bewegung und zog weiter in Richtung Zeil, wo sich die Versammlung auflöste. Später bildete sich in der Nähe des Hauptbahnhofs nochmals eine kurze Demonstration, die anschließend beendet wurde.

Nach aktuellem Kenntnisstand kam es im Verlauf der Proteste zu einer Identitätsfeststellung durch die Polizei. Festnahmen wurden bislang nicht bekannt.

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