Am 17. Januar 2026 fand in Frankfurt am Main eine Demonstration statt unter dem Motto: „Ob Assad oder Jolani, ob Mullahs oder Schah – Gegen jede Unterdrückung! Für die Selbstbestimmung der Völker! Stoppt die Angriffe auf Rojava! Stoppt die Angriffe des iranischen Regimes! Nein zu israelischen, türkischen und amerikanischen Einmischungen! Für einen demokratischen ‘Mittleren Osten’!“
Auslöser der Demonstration war unter anderem der Besuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa (auch bekannt als Abu Mohammed al-Dscholani). Kritiker:innen weisen darauf hin, dass al-Scharaa lange Zeit Anführer der islamistischen HTS-Miliz war und dieser Miliz von Menschenrechtsorganisationen Kriegsverbrechen, Gewalt und Plünderungen in syrischen Regionen vorgeworfen werden, auch gegen religiöse Minderheiten.
Ein weiterer zentraler Fokus der Demonstration war die anhaltende Gewalt in Iran und Rojhilat. In Iran kam es seit dem 28. Dezember 2025 zu landesweiten Protesten gegen das Regime, die sich aus ökonomischen und politischen Gründen ausgeweitet haben. Iranische Sicherheitskräfte haben in diesen Protesten bewaffnete Gewalt eingesetzt, es gibt belegte Berichte über tödliche Schüsse und tödliche Repressionen gegen Demonstrierende in mehreren Städten und Provinzen.
Unabhängige Menschenrechts-Berichte dokumentieren, dass Sicherheitskräfte unter anderem scharfe Munition gegen Protestierende einsetzten und es mindestens 32 bestätigte Todesfälle von Demonstrierenden gab. Während genaue Zahlen schwer zu verifizieren sind, deuten mehrere Berichte auf eine breite Anwendung tödlicher Gewalt und umfangreiche Verhaftungen hin.
In Rojava/Nordsyrien und angrenzenden Gebieten bestehen zudem weiterhin Kämpfe zwischen verschiedenen bewaffneten Gruppen, und kurdisch geprägte Regionen sind wiederholt Ziel von Angriffen geworden. Diese Entwicklungen werden von vielen als Bedrohung für selbstverwaltete Strukturen und zivile Sicherheit gesehen.
Die Ereignisse spiegeln die komplexe Lage in der Region wider: anhaltende Repression in Iran, ungelöste Konflikte in Syrien und politische Spannungen zwischen regionalen und internationalen Akteuren.

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