Rund 1.500 Menschen versammelten sich am Donnerstagabend an der Frankfurter Hauptwache, um gegen den Angriff auf die internationale Global Sumud Flotilla zu protestieren. Die Demonstration zog lautstark durch die Innenstadt, begleitet von Sprechchören wie „From the river to the sea, Palestine will be free“, Palästina-Fahnen und Transparenten, und endete mit einer Abschlusskundgebung wieder an der Hauptwache.
In Redebeiträgen von Zora, der Flotilla Vernetzung Frankfurt und Shut Elbit Down wurde die Situation der Aktivist:innen eindringlich beschrieben. Es hieß, Marineschiffe der IOF hätten die Schiffe, die Hilfsgüter nach Gaza bringen wollten, bewaffnet geentert, Aktivist:innen entführt, Schiffe gerammt und mit Wasserwerfern attackiert. „Wie ekelhaft und menschenverachtend das ist, muss man nicht erläutern. Wir werden die Bilder und Videos niemals vergessen“, so eine Sprecherin von Zora.
Die Redner:innen ordneten die Angriffe in die lange Geschichte der Blockade ein, die bereits 2010 bei einem Flottillenangriff Tote forderte. Die Flotilla sei Teil eines seit Jahren bestehenden Widerstands auf See. Die Flotilla Vernetzung Frankfurt erklärte: „Wenn Israel diese Flotilla blockiert, dann müssen wir zur Flotte werden. Dann müssen wir der Strom sein, der nicht zu stoppen ist.“
Shut Elbit Down rief zur praktischen Solidarität auf: „Wir sind hier, weil wir wissen, dass dieser Völkermord nur gestoppt werden kann, wenn wir ihn wieder und wieder konfrontieren. Jede Konfrontation ist ein Ausdruck von Würde und Solidarität.“
Die Polizei war mit einem großen Aufgebot vor Ort, die Demonstration blieb jedoch friedlich. Lediglich eine Person wurde vorübergehend festgenommen und schnell wieder freigelassen. Nach Ende der Kundgebung folgte eine spontane Sitzblockade am Frankfurter Hauptbahnhof.
Die zentrale Botschaft des Abends war die Notwendigkeit, die Solidarität mit den Menschen in Gaza aufrechtzuerhalten: „Unsere Trauer darf uns nicht lähmen. Unsere Wut darf nicht verpuffen. Sie muss uns bewegen, zu Aktion, zu Widerstand, zu praktischer Solidarität.“

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